Parken am Flughafen BER – welches Parkhaus zu Ihrer Reise passt

An Terminal 1 und 2 stehen fünf Parkhäuser und drei Freiflächen zur Verfügung. Die Auswahl ist damit gut – aber der Unterschied zwischen dem richtigen und dem falschen Parkhaus kann bei zwei Wochen Urlaub schnell achtzig Euro betragen. Es lohnt sich also, kurz zu überlegen.

Die einfache Regel: P1 und P2 sind die terminalnahen Parkhäuser für kurze Aufenthalte, P3 ist das günstigere für den Urlaub.

Die Preise im Überblick

Das sind die Tarife an der Schranke – also ohne Vorausbuchung:

P1 und P2P3
bis 30 Minuten5,00 €3,50 €
bis 1 Stunde10,00 €7,00 €
maximal pro Tag70,00 €49,00 €
eine Woche280,00 €199,00 €
zwei Wochen239,00 €

Bei P1 und P2 kostet jede weitere Woche wieder 280 Euro.

Der Blick auf die Wochentarife lohnt sich: Zwei Wochen im P3 kosten 239 Euro – zwei Wochen im P1 dagegen 560 Euro. Für den Urlaub ist die Sache damit entschieden.

Online buchen spart deutlich

Die genannten Preise gelten an der Schranke. Online sind die Tarife günstiger, und Sie haben zusätzlich einen garantierten Stellplatz – in den Ferien kein unwichtiges Detail.

Praktisch heißt das: Sobald Ihre Reise steht und Sie Abflug- und Rückkehrzeit kennen, buchen Sie den Parkplatz gleich mit. Planen Sie beim Rückflug einen Puffer ein, falls sich die Landung verzögert.

Was die Parkhäuser bieten

Alle Parkhäuser am BER sind mit Sanitäranlagen ausgestattet und haben helle Treppenhäuser und Aufzüge, die einen barrierefreien Zugang ermöglichen. In den Parkhäusern hängen Monitore mit aktuellen Fluginformationen – praktisch, wenn Sie jemanden abholen und wissen wollen, ob die Maschine pünktlich ist.

Elektroauto laden

Ladestationen für Elektrofahrzeuge finden Sie im Parkhaus P3. Ein Hinweis dazu: Bei einer Onlinebuchung lässt sich nicht garantieren, dass ein bestimmter Ladepunkt frei ist – die Buchung sichert den Stellplatz, nicht die Ladesäule.

Kurz halten: Bringen und Abholen

Für das kurze Aussteigen und Einsteigen gibt es eigene Bereiche direkt an den Terminals. Sie sind zum Halten gedacht, nicht zum Warten. Wer jemanden abholt, dessen Flug sich verzögert, parkt besser regulär im Parkhaus – dort sehen Sie auf den Monitoren ohnehin, wann die Maschine tatsächlich landet.

Winterreise: zwei Dinge, an die kaum jemand denkt

Wer im Januar für zwei Wochen auf die Kanaren fliegt, lässt sein Auto bei Frost stehen.

Die Batterie. Ein Fahrzeug, das zwei Wochen bei Minusgraden steht, springt nicht immer zuverlässig an – besonders wenn die Batterie schon älter ist. Im Parkhaus ist das Risiko geringer als auf einer Freifläche.

Die Scheiben. Nach zwei Wochen im Freien ist die Windschutzscheibe zuverlässig vereist. Eiskratzer im Auto zu lassen klingt banal – nach einem Nachtflug ist es Gold wert.

Lohnt sich das Auto überhaupt?

Ehrlich gerechnet: Wer aus Berlin kommt, fährt mit der S-Bahn oder dem FEX in der Regel besser. Zwei Wochen im P3 kosten 239 Euro – dafür fahren zwei Personen sehr oft mit der Bahn hin und zurück. Das Auto lohnt sich vor allem, wenn Sie aus Brandenburg anreisen, zu ungünstigen Zeiten fliegen oder mit viel Gepäck und Kindern unterwegs sind.

Anreise zum Flughafen BER

Ein- und Ausfahrt: was Sie wissen sollten

Wenn Sie online gebucht haben, ist Ihr Stellplatz reserviert – die Einfahrt läuft je nach Buchung über das Kennzeichen oder einen Code aus der Bestätigung. Ziehen Sie in dem Fall keinen zusätzlichen Parkschein, das führt sonst zu doppelter Erfassung.

Drei Punkte, die erfahrungsgemäß Fragen aufwerfen:

  • Verspätete Ankunft durch Stau? Die Einfahrt ist in der Regel auch nach der gebuchten Zeit

möglich – der Stellplatz bleibt reserviert.

  • Rückflug verspätet? Planen Sie beim Buchen einen Puffer für die Ausfahrt ein. Wird die

gebuchte Zeit überschritten, wird die Mehrzeit nachberechnet – und zwar zum Schrankentarif, nicht zum günstigen Onlinepreis.

  • Früher zurück? Eine Erstattung für nicht genutzte Zeit gibt es normalerweise nicht.

Alternativen außerhalb des Flughafens

Rund um den BER gibt es private Parkanbieter mit Shuttle-Service, die günstigere Tagessätze anbieten. Das kann sich bei langen Aufenthalten rechnen. Achten Sie auf zwei Dinge: wie oft der Shuttle fährt – gerade bei Frühflügen und späten Landungen entscheidend – und ob das Fahrzeug auf einem bewachten Gelände steht. Wer knapp kalkuliert, spart am falschen Ende; ein verpasster Flug kostet mehr als jede Parkgebühr.

Bevor es losgeht

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Häufige Fragen

Welches Parkhaus ist am günstigsten?

Das P3. Eine Woche kostet dort 199 Euro statt 280 Euro im P1 oder P2, zwei Wochen 239 statt 560 Euro.

Wie viele Parkmöglichkeiten gibt es am BER?

An Terminal 1 und 2 sind es fünf Parkhäuser und drei Freiflächen.

Wo kann ich mein Elektroauto laden?

Im Parkhaus P3. Ein bestimmter Ladepunkt lässt sich bei der Onlinebuchung aber nicht reservieren.

Ist Onlinebuchung günstiger?

Ja. Die im Text genannten Preise sind die Tarife an der Schranke; online zahlen Sie weniger und bekommen einen garantierten Stellplatz.

Sind die Parkhäuser barrierefrei?

Ja. Alle verfügen über Aufzüge und helle Treppenhäuser sowie Sanitäranlagen.

Was kostet eine Stunde Parken am BER?

Im P1 und P2 zehn Euro, im P3 sieben Euro. Für die ersten 30 Minuten sind es fünf beziehungsweise 3,50 Euro. Das sind die Tarife an der Schranke.

Kann ich sehen, ob mein Flug pünktlich ist, während ich im Parkhaus bin?

Ja. In den Parkhäusern hängen Monitore mit aktuellen Fluginformationen – praktisch, wenn Sie jemanden abholen.

Was passiert, wenn ich länger bleibe als gebucht?

Die zusätzliche Zeit wird nachberechnet, und zwar zum Schrankentarif. Planen Sie beim Rückflug lieber etwas Puffer ein.

Lohnt sich das Auto überhaupt, wenn ich in Berlin wohne?

Meist nicht. Zwei Wochen im günstigsten Parkhaus kosten 239 Euro – dafür fahren zwei Personen sehr oft mit FEX oder S-Bahn hin und zurück.